Die Mehrzahl der Besucherinnen und Besucher erschien in ihrer jeweiligen Uniform zur Spendenübergabe am Montagabend, 24. Februar 2025 in der Kirche Heidelberg-Wieblingen. Der Erlös der Tombola und des von Mitgliedern der neuapostolischen Kirchengemeinde betriebenen Weihnachtsmarktstandes ging in diesem Jahr zu gleichen Teilen an die vier im Heidelberger Stadtteil Wieblingen ansässigen Hilfsdienste.
Priester Holger Döhling, stellvertretender Vorsteher der Gemeinde Heidelberg-Wieblingen, begrüßte die Anwesenden und übertrug das Jahresmotto 2025 der neuapostolischen Kirche „Es ist Zeit, Gutes zu tun“ auch auf das ehrenamtliche Engagement der jeweiligen Hilfsdienste. Gleichzeitig stellte er die Neuapostolische Kirche als internationale Kirche mit 55.000 Gemeinden weltweit vor, von denen die Gemeinde Heidelberg-Wieblingen eine davon sei.
Miriam Saalmann, Projektleiterin des Weihnachtsmarktteams, erinnerte an die unsicheren Anfänge nach der Corona-Pandemie, wo öfter die Frage zu hören war „Kriegt ihr das wieder hin?“ und freute sich über den erfolgreich vollzogenen Generationenwechsel. Rund 40 Gemeindemitglieder und Freunde leisten ihren Beitrag zum Gelingen des Weihnachtsmarktes – nicht nur an den beiden Öffnungstagen. Einstimmiger Tenor sei in diesem Jahr die Unterstützung der Nachwuchsförderung der Wieblinger Hilfsdienste gewesen.
1.000 Euro für die Freiwillige Feuerwehr Abteilung Wieblingen
Harald Schwarz, 2. Stellvertretender Abteilungskommandant berichtete von den Anfängen der Freiwilligen Feuerwehr Wieblingen um 1893, die mit der Eingemeindung 1920 in den Zuständigkeitsbereich der Berufsfeuerwehr fiel. Leon Fahrun und Tobias Neureuther berichteten aus der Kinder- und Jugendfeuerwehr, wo Fähigkeiten im Spiel und beim Basteln vermittelt werden. Besonderes Highlight seien die Berufsfeuerwehrtage, wo die Arbeit der Berufsfeuerwehr simuliert werde.
1.000 Euro für die DLRG Stadtgruppe Heidelberg
Steffen Wörner, 1. Vorsitzender, und Sara Mühl, stellvertretende Vorsitzende, stellten die DLRG Stadtgruppe vor, die mit ihrer Präsenz auf der Heidelberger Neckarwiese nicht wegzudenken ist. Ziel sei es, jedem eine solide Schwimmausbildung zu ermöglichen. Credo sei „Vom Nichtschwimmer zum Schwimmer“ und „Vom Schwimmer zum Rettungsschwimmer“ zu werden.
1.000 Euro für den DRK Ortsverein Heidelberg
Alexander Schöne, Bereitschaftsleiter berichtete von den vielfältigen Sanitätsdiensten bei Sportveranstaltungen oder Festen. Im Aufbau befinde sich derzeit die Einsatzgruppe Bereitschaft, die bei Einsätzen andere Hilfsdienste unterstützt oder zuarbeitet.
1.000 Euro für den THW Ortsverband Heidelberg
Monika Kindler, zuständig für die Jugendarbeit im THW, schilderte die Entstehung der Hilfsorganisation im Katastrophenschutz nach dem Zweiten Weltkrieg, die umfassende Ausbildung der Mitglieder, aber auch die Spezialisierung der einzelnen Ortsverbände. So verfüge Heidelberg über eine Wasserschaden Pumpenabteilung und habe kürzlich beim Ausfall des Heizkraftwerkes im Heidelberger Klinikum für Strom und Wärme gesorgt. Die Jugendlichen hatten ein Dankeschön-Plakat mitgebracht.
500 Euro für den Stadtteilverein Wieblingen e. V.
Petra Neureuther und Peter Kurilenko vom Stadtteilverein lobten das ehrenamtliche Engagement im Stadtteil, wo Brauchtum wachgehalten werde, aber auch neue Idee für Zusammenkünfte wie Stadtteilfrühstück, Neckarorte oder Neckarfest eingebracht werden.
Die Arbeit der Hilfsdienste sei nicht ungefährlich, erwähnte Holger Döhling anerkennend und versprach, für Sicherheit zu beten.
Nach dem obligatorischen Bild, das in diesem Jahr beinahe den Rahmen sprengte, ging der intensive Erfahrungsaustausch in familiärer Atmosphäre bei Sekt und Häppchen im Nebenraum weiter.