„Welch ein Freund ist unser Jesus“ intonierten die Bläser des Kirchenbezirks schwungvoll und eröffneten damit den geistlichen Impuls zum ökumenischen Sommerfeuer am Sonntag, 8. September 2024 im Thadden-Park im Heidelberger Stadtteil Wieblingen.
Am letzten Tag der Sommerferien hatte sich auch das Wetter vom Hochsommer verabschiedet und sorgte mit leichtem Nieselregen für herbstliche Stimmung. Das Wetter war auch Thema des Impulses, den Gemeindediakonin Esther Ratzel und Traute Werner aus dem Ältestenkreis der evangelischen Kreuzgemeinde, sowie Gemeindereferentin Tanja Becker von der katholischen Kirche und Priester Steffen Ambiel, Vorsteher der neuapostolischen Kirchengemeinde gestalteten.
Nach dem gemeinsamen gesungenen Taizé-Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“ betrachtete Traute Werner das Wetter, auf das man keinen Einfluss habe, aber trotzdem mit Zuversicht damit umgehe. Zuversicht sei nicht dasselbe wie Hoffnung. Hoffnung sei klar definiert, während Zuversicht offener und einen positiven Blick in die Zukunft richte. Sie erinnerte dabei auch an christliche Zuversicht im Vertrauen auf Gott und zitierte dazu Psalm 71.
In zeitgemäßer Sprache berichtete Steffen Ambiel, wie einem Mann vor vielen Tausend Jahren mitgeteilt wurde, dass es bald regnen würde und ihm eine Bauanleitung für ein Schiff übermittelt wurde. Er beschrieb, wie sich Noah mit großer Zuversicht und Gottvertrauen an den Bau machte, dem Spott der Nachbarn trotzte, mit seiner Familie und den Tieren die Arche bezog und die Unwägbarkeiten der Flut erlebte. Zuversicht sei die Sicherheit, dass es am Ende gut werde, resümierte Steffen Ambiel anhand der Zusage Gottes „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (1. Mose 8,22)
Petrus als Fels beschrieb Esther Ratzel, erinnerte aber auch an seine Zweifel. Sie stellte fest, wer die Zuversicht habe, dass Gott mit einem sei, könne nicht mit seinen Zweifeln untergehen. Mit dem Hinweis, dass auch beim Gärtnern Zuversicht notwendig sei, bot sie in Erinnerung an die Zusage Gottes an Noah Samenpäckchen an.
Mit einem Gebet um Segen, Hoffnung und Zuversicht rundete Tanja Becker den geistlichen Impuls ab. Mit „Amazing Grace“ und „Abide with me“ setzten die Bläser den musikalischen Schlusspunkt, bevor die rund 100 Anwesenden unter dem schützenden Dach zu gemütlichen Gesprächen bei Laugenstangen und Getränken übergingen.
Bewacht von Vertretern der Freiwilligen Feuerwehr Wieblingen hielten die Pfadfinder das Feuer am brennen, während die Kinder trotz Nieselregens begeistert ihr Stockbrot ins Feuer hielten.