„Ich singe dir mit Herz und Mund“ (GB 258) erklang von der ganzen Gemeinde mit Orgelbegleitung am Beginn des Gottesdienstes am Sonntagmorgen, 9. Juni 2024. Nach dem Gottesdienst dankte Priester Steffen Ambiel dem Gemeindehelfer für seine vielfältige Arbeit und verabschiedete ihn an seinen neuen Wohnort.
„Eine Mutter fühlt, wie es dem Kind geht“ und „Muttersein hört nie auf“ – diese Gedanken stellte Priester Ambiel an den Beginn seiner Ausführungen, denn im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand Maria und ihr unendliches Vertrauen in Gott.
Marias Lobgesang
„Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder.“ Marias Lobgesang in Lukas 1,46-48 war Predigtgrundlage. Priester Ambiel schilderte die Begegnung Marias mit dem Engel Gabriel und dessen Prophezeiung, auf die sie zuerst rational reagierte, dann aber in unendlichem Vertrauen und Hingabe zu Gott entgegnete: „Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast.“ (Lukas 1,38) Auch bei der Hochzeit zu Kana bewies sie unerschütterliches Vertrauen, als sie zu den Dienern sprach: „Was er euch sagt, das tut.“ (Johannes 2,5) Als schließlich Jesus am Kreuz Johannes bat, seine Mutter zu sich zu nehmen, damit sie versorgt sei, lag der Vergleich mit der Gemeinde nahe, die im innigen Vertrauen in Gottes Führung von dessen Gesandten versorgt werde.
Magd und Knecht sein sei keine 35-Stunden-Woche, sondern eine lebenslange Beziehung, Abhängigkeit aber auch Vertrauensverhältnis gewesen, beleuchtete Priester Holger Döhling die biblische Zeit und motivierte: „Wenn ich einen kleinen Teil dazu beitragen kann, will ich es gerne tun.“
Verabschiedung
„Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen“ intonierte die Solistin mit Klavierbegleitung als musikalischen Schlusspunkt des Gottesdienstes, bevor Priester Ambiel Lars und Sebastian nach vorne bat, sich für tatkräftige Mitarbeit in der Gemeinde mit wunderschön geschmückten Weihnachtsbäumen, zum Laufen gebrachter Technik und vielem mehr bedankte und sie in ihre neue Heimat in der Nähe Offenbachs verabschiedete.