Die Taufe von Silas bildete ein weiterer Höhepunkt im Gottesdienst zum Gedenken der Entschlafenen am Sonntag, 3. März 2024 mit Bezirksälteste Gerd Merkel in der Kirche Heidelberg-Wieblingen.
Gleich zu Beginn seiner Ausführungen begrüßte Bezirksälteste Merkel die Taufgäste und erläuterte die Bedeutung des Gottesdienstes zum Gedenken der Entschlafenen. Der neuapostolische Glauben gehe von einem Weiterleben nach dem Tod aus, wo sich Geist und Seele weiter Gott nähern und Sakramente empfangen können, was auch in der Ökumene anerkannt sei. Dabei erinnerte er auch an den frühverstorbenen Opa des kleinen Täuflings.
„Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.“
Psalm 57, 11 war Predigtgrundlage. Die Frage vieler Kinder „Wo wohnt der liebe Gott?“ beantwortete Bezirksälteste Merkel sinnbildlich mit „im Himmel“ und machte dabei die Größe und Unendlichkeit Gottes mit seiner Liebe, Güte und Wahrhaftigkeit deutlich. Durch die Sakramente könne sich Gott genähert werden, wobei das Sakrament der Taufe ein erstes Näheverhältnis zu Gott schaffe.
Die biblische Gestalt Silas beschrieb der Bezirksälteste als engen Mitarbeiter von Apostel Paulus, der ihn auf seiner zweiten Missionsreise nach Philippi begleitete. Auch im Gefängnis hatten beide Gott gelobt und gebetet, bis ein Wunder geschah und sich der Kerkermeister davon beeindruckt taufen ließ.
Dass Jesus allen Menschen ewiges Heil bringen wollte und dabei auch bewusst zu Randgruppe gegangen sei, verdeutlichte der Bezirksälteste anhand der Bergpredigt in Matthäus 5-7.
Der Tod sei nicht das Ende, sondern ein großer Anfang, wies Priester Steffen Ambiel in seinem Predigtbeitrag auf das ewige Leben hin.
Sakramente
Im sakramentalen Teil des Gottesdienstes nach Vaterunser-Gebet und Sündenvergebung sang die Solistin mit Klavierbegleitung „Ins Wasser fällt ein Stein“, während die Eltern mit Silas an den Altar traten und Bezirksälteste Merkel persönliche Worte an sie richtete. Nach der Taufhandlung begrüßte er Silas als jungen Christen, was dieser mit einem Lächeln erwiderte.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und einem innigen Fürbittgebet für die Seelen in der jenseitigen Welt endete der Gottesdienst mit Gebet und Segen.