Den ersten Gottesdienst nach seiner Ernennung zum stellvertretenden Bezirksvorsteher feierte Priester Mathias Gramlich am Weihnachtstag, 25. Dezember 2023 mit der Gemeinde Neckargemünd-Mückenloch.
Ein großer Weihnachtsbaum verkündete unübersehbar, dass Weihnachten ist und mit „Joy to the world“ und „Stern über Bethlehem“ erklang weihnachtliche Musik vor dem Gottesdienst. „Herbei o ihr Gläub’gen“ (GB 27) – der gemeinsame Gesang mit Orgelbegleitung eröffnete den feierlichen Gottesdienst.
Nach seinem Gebet segnete Priester Gramlich die Gemeinde mit einem besonderen Weihnachtsfrieden, den er nach der Lesung der Predigtgrundlage Lukas 2,10-11 „Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ sowie der Lesung von Matthäus 1,18-25 auch erläuterte. Segen bedeute Vermehrung: Das Gute – Friede und Freude – solle vermehrt und damit das andere beiseitegeschoben werden. Dazu zitierte er auch aus einem seiner Weihnachtsgeschenke, der Hoffnung-für-alle-Bibel: „Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm! Dann wird Gottes Friede, der all unser Verstehen übersteigt, eure Herzen und Gedanken bewahren, weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid. Schließlich, meine lieben Brüder und Schwestern, orientiert euch an dem, was wahrhaftig, vorbildlich und gerecht, was redlich und liebenswert ist und einen guten Ruf hat. Beschäftigt euch mit den Dingen, die auch bei euren Mitmenschen als Tugend gelten und Lob verdienen.“ (Philipper 4,6-8)
Jeder Christ habe die Zusage „Fürchte euch nicht“ und steigere sich trotzdem oft in Sorgen hinein. Mit Beten könne diese Negativspirale aktiv positiv beeinflusst werden. Sorgen müssten bewusst auf ihn geworfen (nach 1. Petrus 5,7) und nicht einfach nur weggeschoben werden. Alles, was nicht in der persönlichen Macht stehe, könne Gott im festen Vertrauen überlassen werden, denn er sei Gott der Liebe.
„Fürchtet euch nicht“ sei Trostwort für jeden, analysierte Priester René Keune in seinem Predigtbeitrag das Bibelwort und erläuterte „die allem Volk widerfahren wird“, dass es für Gottes Freude keine Einschränkungen gebe.
„Jesus Christus schätzt dich unendlich wert“, darum sei er als Erlöser und Erretter auf die Erde gekommen, versicherte Priester Dirk Feil in seinem Predigtbeitrag.
„O du fröhliche“ (GB 12) mit der ganzen Gemeinde war der allerletzte musikalische Schlusspunkt des Gottesdienstes, nach dem Priester Feil dann Priester Gramlich in seiner neuen Aufgabe willkommen hieß und ihm eine Präsentschachtel mit Selbstgebasteltem von den Kindern der Gemeinde überreichte – darunter ein Bild mit dem Spruch „Was vor dir liegt, wird niemals größer sein, als der Gott, der hinter dir steht.“