In der Kirche Buchen hatten sich am Mittwoch, 24. Januar 2024 neben der Gemeinde Buchen auch die Gemeinden Haßmersheim, Michelstadt und Mosbach eingefunden. Bischof Jörg Vester feierte den Abendgottesdienst.
„Es kennt der Herr die Seinen“ (GB 335) sang die ganze Gemeinde zu Beginn des Gottesdienstes. Bezugnehmend auf das Lied „Ich bin ein Gast auf Erden“ (CB 424) des gemischten Chores sprach Bischof Vester den Zukunftsglauben an und zitierte dazu aus Johannes 14,3 „…will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen…“ Das habe Jesus gegen Ende seiner Lehrtätigkeit gesagt, während das der Predigt zugrunde Bibelwort Johannes 1, 48-49 den Anfang seiner Lehrtätigkeit markierte: „Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bevor Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, habe ich dich gesehen. Nathanael antwortete ihm: Rabbi, du bist Gottes Sohn, du bist der König von Israel!“
Bischof Vester schilderte wie Jesus zuerst Philippus angesprochen habe und dieser wiederum Nathanael, der zuerst mit „Was kann aus Nazareth Gutes kommen!“ (aus Johannes 1,46) reagierte. Nazareth sei zur Zeit Jesu tatsächlich wirtschaftlich und politisch völlig unbedeutend gewesen, räumte Bischof Vester ein. Als ihn Jesus dann aber mit „Siehe, ein rechter Israelit, in dem kein Falsch ist“ (aus Johannes 1,47) begrüßte, war Nathanael davon überzeugt, dass Jesus Gottes Sohn sei.
Der Bischof erläuterte, dass Gott jeden Christen mit der unterschiedlichsten Vita zuvor gekannt habe und jeden genau dort haben wolle, wo er gerade sei. Er kenne auch die Unvollkommenheiten des Einzelnen, was ihn nicht daran hindere, seine Kirche auf Erden mit unvollkommenen Menschen zu betreiben. Genauso kenne er die persönlichen Bedürfnisse und wisse, was jeder leisten könne. Lasse Gott Umwege zu, könne das Bewahrung sein. Gott helfe, wenn ihm Raum und Vertrauen geschenkt werde.
„Gott kennt dich und nimmt dich an“ versicherte Priester Mathias Gramlich, stellvertretender Bezirksvorsteher in seinem Predigtbeitrag. Beten heiße nicht, dass sich gewünschte Ziele automatisch einstellten. Beim Beten können Sorgen und Ängste abgegeben und tiefes Vertrauen entwickelt werden.
Nach dem Gottesdienst waren alle Anwesenden zu einem „Abendbuffet“ mit mitgebrachten deftigen und süßen Leckereien in die unteren Räume der Kirche eingeladen.