Im Heidelberger Stadtteil Wieblingen ist es seit Jahren Brauch, dass sich in der Adventszeit jeden Abend eine andere Tür im Ort öffnet. Am Montag, 11. Dezember 2023 standen die Türen der neuapostolischen Kirche weit offen.
Mehr als 20 Wieblingerinnen und Wieblinger hatten sich in der adventlich beleuchteten Kirche eingefunden. Priester Steffen Ambiel begrüßte die Anwesenden und eröffnete die kleine Andacht mit einem herzlichen Gebet.
Den gemeinsamen Gesang von „Tochter Zion“ mit Klavierbegleitung nahm Hirte i. R. Helmut Haas zum Anlass, auf den wiederkommenden Jesus hinzuweisen, mit dem der Advent eine weitere Bedeutung erhalte.
Nach dem gemeinsamen Lied „Gelobet sei der König“ betrachtete Sabine Zietlow den Advent als Wartezeit und Warten als lebensbegleitendes Spiel in vielen Lebenslagen. Wenn der Glaube an den Erlöser in die Tat umgesetzt werde, bekäme die Welt ein anderes Gesicht, las sie und schloss mit der Frage: „Was erwarten wir von diesem Fest für uns?“ - „Wie soll ich dich empfangen“ war die gemeinsam gesungene Antwort.
Nun regte Gabriele Ritter mit „Unverdient“ von Arno Pagel (1914 – 2022) zum Nachdenken an. Das Weihnachtsfest sei die frohe Botschaft von der schenkenden Güte Gottes und seiner unverdienten Gnade.
Mit dem gemeinsamen Lied „Auf, Zion, jauchze voller Freud“ (Philipp Nicolai 1556 – 1608) war endgültig besinnliche Adventsfreude eingekehrt und alle Teilnehmer erfreuten sich an schöner christlicher Gemeinschaft und angeregten Gesprächen bei Gebäck, Kinderpunsch und Glühwein.