Viele der gesellschaftlichen Herausforderungen, mit denen die christlichen Kirchen konfrontiert sind, kamen in der turnusmäßigen Sitzung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Heidelberg (ACK) am Dienstagabend, 16. September 2025 in der Kirche Heidelberg-Werderstraße zur Sprache.
Sibylle Baur-Kolster, Vorsitzende der ACK Heidelberg begrüßte 20 Delegierte der zahlreichen Mitgliedskirchen. An die Schöpfungszeit erinnerte Hirte i. R. Helmut Haas in seiner kurzen Andacht und trug Gedanken zum Miteinander in Verantwortung für Mensch und Tier in Gottes Schöpfung aus dem Gottesdienstheft zum diesjährigen ökumenischen Tag der Schöpfung vor. „Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht“ (GB 267) – ein gemeinsam gesungenes Lied und ein Gebet rundeten diesen Teil des Abends ab.
Im nächsten Tagesordnungspunkt stellte sich Mosaik – Kirche für Heidelberg vor. Pastor Simon Danner blickte auf die amerikanische Vineyard-Bewegung der 1970er-Jahre zurück, die nach Europa schwappte und daraus 1996 Vineyard Speyer gegründet wurde. 2004 sei die Gemeinschaft in Heidelberg entstanden – zunächst immer unterwegs und ohne eigene Räume – und habe sich 2013 als Mosaik verselbständigt. Wie kann Kirche heute aussehen, in der Jesus Christus im Mittelpunkt stehe, sei die zentrale Fragestellung. Die Vision sei, die Liebe Jesus für jeden Menschen hier in Heidelberg erlebbar zu machen. Jeder sei eingeladen, soziale Räume zu schaffen, auf Nöte zu reagieren und dem Nächsten ein Segen zu sein. Im Sommer 2025 konnte das von der katholischen Stadtkirche aufgegebene Kirchengebäude St. Michael in der Südstadt erworben werden, womit die Gemeinschaft nicht mehr heimatlos sei und sich aktiv in die Südstadtökumene einbringe – auch mit unkonventionellen Ideen. Aus dem Kirchturm könne ein Kletterturm werden, sofern es Statik und Denkmalschutz zulassen.
Die weiteren Termine wurden im folgenden Programmpunkt geplant: ökumenischer Pfarrkonvent am 21. Oktober 2025 im Gemeindehaus der Christuskirche, Gottesdienst zum Reformationstag, 31. Oktober 2025 in der Heiliggeistkirche, Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht am 9. November 2025 um 19:15 Uhr im Haus der Begegnung. Und die Flyer zum ökumenischen Gottesdienst in Stationen durch Rohrbach am 28. September 2025 machten die Runde.
Ein einfühlsames Abendgebet und ein abschließender Segen, gesprochen von Mathias Kirchgäßner, 2. Vorsitzender der ACK Heidelberg, beendeten den aufschlussreichen Abend im wertschätzenden Miteinander.