„Näher mein Gott zu dir“ intonierte der Männerchor kurz vor Beginn des Gottesdienstes mit Apostel Martin Rheinberger am Mittwochabend, 19. Juni 2024. Die Gemeinden Heidelberg-Rohrbach, Heidelberg-Werderstraße, Heidelberg-Wieblingen, Schriesheim und Wilhelmsfeld waren in die Kirche Heidelberg-Werderstraße gekommen.
„Anbetend deine Macht und Größe“ (CB 132) sang der gemischte Chor. Dort heißt es im zweiten Vers „O Vater, der du bist im Himmel“, was Apostel Rheinberger aufgriff: „Wo ist der Himmel? Weit weg?“, um gleich darauf zu entgegnen: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ (Matthäus 3,2)
„Und ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung.“
Philipper 1,9 war Predigtgrundlage. Apostel Rheinberger schilderte, wie Apostel Paulus im Gefängnis den Brief an die Gemeinde Philippi schrieb, die er gegründet hatte und zu der er ein sehr gutes Verhältnis pflegte. Die Aussage von Apostel Paulus, „weil ich euch in meinem Herzen habe“ (Philipper 1, aus 7) sei der Schlüssel zur Arbeit in der Gemeinde, wo es notwendig sei, auf das wirklich Wichtige zu achten und in der Liebe zu wachsen. „Wen soll ich lieben?“ – die Frage beantwortete Apostel Rheinberger mit „Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner“ (1. Johannes 4,20) und „Wer mich liebt, der wird mein Wort halten“ (Johannes 14, aus 23). Worte Jesu seien „Wachet und betet“ und Beten wirke – gemäß dem Jahresmotto 2024 der neuapostolischen Kirche. Das Gebet sei eine Wirkung der Liebe zu Gott. Jesus habe auch geraten, sich zuerst mit dem Bruder – dem Nächsten, der etwas gegen einen habe, zu versöhnen, bevor selbst Vergebung gesucht werde (nach Matthäus 5,23-24). Mit Philipper 1,10 rundete Apostel Rheinberger seine Ausführungen ab: „sodass ihr prüfen könnt, was das Beste sei, damit ihr lauter und anstößig seid für den Tag Christi“
Das Gebet als Auswirkung der Liebe zu Gott und zum Nächsten, betonte Bezirksälteste Gerd Merkel in seinem Predigtbeitrag. Dem Nächsten vergeben anstatt Fehler zu suchen, bringe ebenfalls näher zu Gott.
„Sieh, ich breite voll Verlangen“ (GB 131) – mit diesem Lied leitete der gemischte Chor den sakramentalen Teil des Gottesdienstes ein.
Ordination
Danach ordinierte Apostel Rheinberger einen Diakon für die Gemeinde Heidelberg-Werderstraße. „Geh mutig und entschlossen an diese Aufgabe heran! Lass dich nicht beirren und hab keine Angst, denn der HERR, mein Gott, wird dir beistehen. Er wird sich nicht von dir abwenden und dich nicht im Stich lassen, sondern wird dir helfen, alle diese Arbeiten an seinem Tempel zu vollenden.“ Mit 1. Chronik 28,20 (Gute Nachrichtbibel) machte er ihm Mut für seine zukünftige Tätigkeit.
„Ich lobe meinen Herrn“ (JLB 31) – in den musikalischen Schlusspunkt des gemischten Chores stimmte die ganze Gemeinde mit ein.