„Heilig, heilig, heilig“ (Franz Schubert 1797 – 1828) – das Instrumentalensemble schuf eine besondere Atmosphäre in der Kirche Heidelberg-Werderstraße. Im Gottesdienst am Sonntag, 7. April 2024 spendete Bezirksapostel Michael Ehrich den Segen zur Konfirmation an Konfirmandinnen und Konfirmanden der Gemeinden Heidelberg-Werderstraße, Michelstadt, Neckarbischofsheim und Wiesloch.
„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“
Johannes 14,6 war Predigtgrundlage für alle neuapostolischen Konfirmationen weltweit. Bezirksapostel Michael Ehrich gestaltete den Predigtteil mit sehr persönlichen Impulsen für die neun Konfirmandinnen und die drei Konfirmanden. Er sprach die Verantwortung für den Glauben an, die nun von den jungen Menschen übernommen werde und wünschte, dass der Segen Gottes ihre Seelen tief berühre.
Erneut las der Bezirksapostel das Bibelwort vor - mit geänderter Betonung: „Ich bin DER Weg, DIE Wahrheit und DAS Leben“ und erläuterte, dass die Existenz des Menschen mehr als das irdische Leben sei und auch das ewige Leben umfasse. Mit „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich“ (Johannes 14,1) machte er Mut, dass alle Wege sicher in Gottes Hand liegen. „Ich bin der Weg“ beschreibe Allmacht und Allwissenheit Gottes. Dass er schon immer war und immer sein werde, sei keine Erfindung der Kirche. Grundvoraussetzung sei der Glaube an Jesus Christus, sein Leben als wahrer Mensch und wahrer Gott sowie seine Auferstehung. Die Bergpredigt Jesu sei das Handbuch seiner Lehre und könne auf „liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst“ (nach Lukas 10,27) verdichtet werden. Es gelte, stets zu überprüfen, ob der einmal beschrittene Weg noch der richtige sei und dabei die lenkenden Impulse des Heilige Geistes wahrzunehmen. „Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin.“ (Johannes, 14,3) zitierte der Bezirksapostel und bestätigte, dass Jesus alle Verheißungen erfülle verbunden mit dem Wunsch nach ewiger Gemeinschaft mit Gott.
Jesus bleibe bei jedem einzelnen, auch wenn nicht immer alles klappe, versicherte Bezirksevangelist Rainer Lang in seinem Predigtbeitrag.
Die etwas überholt anmutende Formulierung im Konfirmationsgelübde „…ich übergebe mich dir…“ übersetzte Apostel Martin Rheinberger in seinem Predigtbeitrag mit „…ich vertraue mich dir ganz an…“
Konfirmation
Bezirksapostel Ehrich leitete zum sakramentalen Teil des Gottesdienstes über, in den die Konfirmation eingebettet sei. Nach Vaterunsergebet und Sündenvergebung sang der Jugendchor „Leite uns, Herr“ (Thomas Eger *1951) und die Konfirmandinnen und Konfirmanden traten vor den Altar. Priester Kim Müller, Konfirmandenlehrer in der Gemeinde Neckarbischofsheim las den Brief, den Stammapostel Jean-Luc Schneider an alle Konfirmandinnen und Konfirmanden weltweit geschrieben hatte. Inspiriert vom Chorlied wiederholte der Bezirksapostel die Textpassagen „Lehre uns, Herr, …, dass wir erkennen, was wichtig ist. …, dass wir verstehen, was richtig ist.“ und machte die ersten Worte des Gelübdes „Ich entsage“ mit „Ich bemühe mich, das Gute zu tun“ verständlicher. Nach dem gemeinsamen „Ja“ der Konfirmandinnen und Konfirmanden und dem gemeinsamen Gelübde betete der Bezirksapostel und segnete die jungen Christinnen und Christen.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls beendete der Bezirksapostel den Gottesdienst mit Gebet und Segen. Mit „With you I can“ (Jeremy Dawson *1974) setzte der gemischte Chor mit Instrumental- und Klavierbegleitung dem musikalischen Schlusspunkt.