Im Gottesdienst der Gemeinde Eschelbronn am Sonntag, 10. März 2024 lagen Freude und Leid eng beieinander. Adeltraud und Horst Bernau empfingen den Segen zur diamantenen Hochzeit, während eine andere Familie den Tod des Vaters zu beklagen hatten.
„Wie groß ists des Allmächt’gen Güte“ (GB 227) sang die ganze Gemeinde am Beginn des Gottesdienstes, bevor Priester David Schäfer, Vorsteher der Gemeinde Eschelbronn, in seinem ersten Gebet Gott für alles Erschaffene dankte, aber auch die Sorgen der Anwesenden vor Gott brachte.
„Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?“
Römer 8,35 war Predigtgrundlage. Priester Schäfer beschrieb die unterschiedlichen Gefühle der Traurigkeit auf der einen Seite und der Freude auf der anderen Seite. Alle habe seine Zeit – manchmal auch zeitgleich. Die Gemeinde sei in Nächstenliebe für jeden da, was nur mit der Liebe Jesu Christi möglich sei.
Priester Schäfer betrachtete die biblische Situation der Gemeinde zu Rom, der Apostel Paulus das markante Bibelwort geschrieben hatte. Nur wenige Jahre später sei der große Brand in Rom ausgebrochen, dessen Brandstiftung den Christen unterstellt und sie danach erbärmlich verfolgt wurden. „Gott liebt dich und steht dir bei in Freude oder Traurigkeit“ fasste Priester Schäfer zusammen und fügte hinzu, dass Gott ewige Liebe und ewiges Leben schenken wolle.
Alles, was aus Liebe getan worden sei, werde sich widerspiegeln, versicherte Diakon Fres in seinem Predigtbeitrag. Geteilte Freude sei doppelte Freude und geteiltes Leid sei halbes Leid, zitierte Priester Hannes Börstler und beleuchtete ebenfalls die vollkommene Liebe Gottes in jeder Situation.
Segen zur Diamanthochzeit
„Anbetung will ich, Herr, dir bringen“ (CB 133) intonierte der gemischte Chor nach dem sakramentalen Teil des Gottesdienstes. Priester Schäfer nahm sich einen Stuhl und setzte sich zum diamantenen Hochzeitspaar, um auf Augenhöhe mit den beiden sprechen zu können. Er beleuchtete die Liebe und Freude in allen Lebenslagen der 60jährigen Ehe und übermittelte zwei Bibelworte, die ihn berührt hatten: „Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“ (1. Thessalonicher 5,16-18) sowie „Er aber, der Herr des Friedens, gebe euch Frieden allezeit und auf alle Weise. Der Herr sei mit euch allen!“ (2. Thessalonicher 3,16). Danach segnete er das Paar erneut. Mit Gebet und Schlusssegen endete der Gottesdienst.