Einen feierlichen Gottesdienst zelebrierten die sechs Mitgliedskirchen der Sinsheimer ACK am Buß- und Bettag, 20. November 2024 in der evangelischen Stadtkirche Sinsheim. An diesem Abend wurden die Kirche im Forum und die neuapostolische Kirche als Vollmitglieder vorgestellt und die „charta oecumenica“ von Vertretern aller Mitgliedskirchen unterzeichnet.
Durch die Liturgie führten die Gemeindeleiterinnen und -leiter der sechs Mitgliedskirchen unter der Leitung von Dekanin Christiane Glöckner-Lang, Vorsitzende der ACK Sinsheim. Ein großer ökumenischer Chor unter der Leitung von Bezirkskantorin Salome Hölzle von der evangelischen Kirche und Martin Schatz von der neuapostolischen Kirche sorgte für den musikalischen Rahmen.
Psalm 130 wurde von Pfarrer Thomas Hafner von der katholischen Kirche gelesen, während Evangelist Peter Ruf das Eingangsgebet sprach. Pastor Jürgen Riek von der Mennonitengemeinde las Lukas 13,22-30 nach der Basisbibel, Pastorin Raphaela Swadosch von der evangelisch-methodistischen Kirche lud zum Credo und Dekanin Christiane Glöckner-Lang gestaltete ihre Predigt anhand der Lesung aus Lukas. Sie verdeutlichte mit den biblischen Bildern der offenen Tür und der engen Pforte, wie wichtig es sei, sich gegenseitig die Türen zu öffnen: „Lasst uns die Herzenstüren öffnen für Jesus und die Gemeinschaft mit den Menschen – und weiter nach Gemeinsamkeiten suchen“.
Nach Sündenbekenntnis und Absolution mit Pastor Riek und Abendmahl mit Dekanin Glöckner-Lang erfolgte die Unterzeichnung der „charta oecumenica“. In der ACK-Sitzung vom 23. Januar 2024 war nicht nur dem Antrag der neuapostolischen Kirche auf Vollmitgliedschaft stattgegeben, sondern auch beschlossen worden, die Sinsheimer „charta oecumenica“ von 2011 zu überarbeiten. Diese Neufassung unterzeichneten nun Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen, evangelisch-methodistischen, katholischen, mennonitischen und neuapostolischen Kirche sowie der Kirche im Forum.
Bei den Fürbitten war Pastor Benjamin Hockenberger von der Kirche im Forum federführend. Mit dem Segen aller sechs Gemeindeleiterinnen und -leiter und Musik endete der besondere Gottesdienst.
Auch beim anschließenden Beisammensein waren die engen persönlichen Kontakte auf Augenhöhe spürbar.