Sommerlich bunte Gladiolen schmückten üppig den Altar der Kirche Sinsheim am Sonntag, 21. Juli 2024. Im Gottesdienst stand das Sakrament der Taufe im Mittelpunkt, das einem kleinen Jungen gespendet wurde.
Mit einem herzlichen Willkommen eröffnete Evangelist Peter Ruf seine Ausführungen: „Wir feiern ein Fest, wir feiern Gottesdienst und verspüren die Nähe Gottes – auch in der Sakramentsspendung des Heiligen Abendmahls und der Heiligen Wassertaufe.“ Er wünschte, dass sich alle wohlfühlen, Gott verstehen und aufnehmen können.
„Und als sie auf der Straße dahinfuhren, kamen sie an ein Wasser. Da sprach der Kämmerer: Siehe, da ist Wasser; was hindert’s, dass ich mich taufen lasse? Und er ließ den Wagen halten und beide stiegen in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn.“
Apostelgeschichte 8, 36-38 war Predigtgrundlage. Evangelist Ruf schilderte die biblische Situation, als ein Engel Philippus, einen der sieben Diakone, dazu aufforderte, an die von Jerusalem herabführende Straße zu gehen, wo er auf einen Mann aus Äthiopien treffen werde. Der Kämmerer – so seine damalige Berufsbezeichnung – sei vermögend, sehr gebildet und fromm gewesen. Er habe eine 4.000 km-weite Reise auf sich genommen, um Gottesdienste in Jerusalem zu erleben. Nun wieder auf dem Heimweg habe er laut in einer in Jerusalem erworbenen Schriftrolle gelesen, als Philippus ihn ansprach: „Verstehst du auch, was du liest?“ (Apostelgeschichte 8, aus 30) Er habe Philippus auf den Wagen gebeten, der ihm das Evangelium Jesu aufschloss, bis bei ihm der Wunsch entstand, getauft zu werden. Danach zog er seine Straße fröhlich weiter (Apostelgeschichte 8, aus 39)
Durch die Taufe werde ein Mensch zum Christen, gelange von der Gottferne in die Gottnähe und erfahre die Vergebung der Erbsünde und seiner sündhaften Neigung. Getauft sein heiße, zu Jesus zu gehören und mit ihm ein neues Leben zu beginnen.
Mit der Taufe beginne ein Prozess der Hinwendung zu Gott, erläuterte Priester Martin Schatz in seinem Predigtbeitrag und forderte dazu auf, dem Nächsten zu bekennen, dass Gott im Leben die wichtigste Rolle spiele.
Taufe
Nach Vaterunser-Gebet und Sündenvergebung bat Evangelist Ruf die Eltern mit ihrem kleinen Sohn an den Altar und beglückwünschte sie zur Entscheidung zur Taufe ihres kleinen Sohnes. Nach einem innigen Gebet taufte er den kleinen Maleo, der bei den anschließenden Glückwünschen die Hand des Vorstehers ergriff und festhielt.