Ein Instrumentalensemble verströmte feierliche Atmosphäre am Sonntag, 5. Mai 2024 in der Kirche Sinsheim. Zahlreiche Festgäste aus nah und fern hatten sich zum Gottesdienst eingefunden, in dem ein Jubelpaar den Segen zur diamantenen Hochzeit erhielt.
Bereits in seinem ersten Gebet erbat Evangelist Peter Ruf einen besonderen Segen für das Diamantpaar.
„Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen.“
Joel 3,1 war Predigtgrundlage. Evangelist Ruf schilderte den biblischen Kontext und erinnerte daran, dass diese Textstelle des Propheten Joel rund 800 Jahre später von Apostel Petrus in seiner ersten Pfingstpredigt zitiert und mit den Worten „in den letzten Tagen“ (Apostelgeschichte 2,aus17) eingeleitet worden sei. Die „letzten Tage“ umfasse den Zeitraum zwischen dem Erdenleben Jesu und seiner Wiederkunft. Was zu Joels Zeiten nur Wenigen vorbehalten war, wolle Gott jedem schenken, der sein Herz nicht vor Gott verschließe. Der Evangelist beschrieb den Heiligen Geist als Person, die in enger Verbindung zu Gott stehe, nicht von sich selbst rede sondern nur das, was sie bei Gott Vater und Gott Sohn höre und manchmal auch in die richtige Richtung lenke. Er schloss mit einem Zitat von Augustinus (354 – 430) „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst“.
„Der Geist Gottes, der in jedem wohnt, will sich regen, will was tun – lassen wir uns motivieren!“ dazu forderte Priester Martin Schatz in seinem Predigtbeitrag auf.
Diamanthochzeit
„Mein liebes Jubelpaar, meine liebe Tante, mein lieber Onkel“ – ganz persönlich sprach Evangelist Ruf nach dem sakramentalen Teil des Gottesdienstes das diamantene Hochzeitspaar Nora und Manfred Ruf an. Er verglich die Liebe der beiden mit einem Diamanten, der zwar selten, aber unzerstörbar sei. Er erinnerte sich an die Hochzeit der beiden vor 60 Jahren, wie er mit seiner Schwester „Onkel Manfred und Tante Nora“ gespielt habe. Er sprach die offenen Herzen, das offene Haus und die gelebte Liebe der beiden an, manches Leberwurstbrot mit Gurke oder das Vorbild seines Onkels in dessen Zeit als ehrenamtlicher Seelsorger. „Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!“ 1. Korinther 15,57 gab er dem diamantenen Paar mit auf den weiteren Lebensweg und segnete es erneut.