Noch eine Woche muss sich die neuapostolische Kirchengemeinde Bammental gedulden, bis ihr neues „Zuhause“ durch den Kirchenpräsidenten der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland, Bezirksapostel Michael Ehrich, seiner Bestimmung übergeben wird. Wir haben vor diesem besonderen und seltenen Ereignis der Weihe einer neuen Kirche die Gelegenheit genutzt, um mit Hirte Achim Beck, dem Gemeindevorsteher von Bammental, zu sprechen.
Hirte Achim Beck (A. Beck): Schönen guten Tag. Ja, das waren fast 22 Monate, von der Entwidmung am 25. Januar 2015 bis zur Einweihung am Sonntag in einer Woche, den 27. November 2016. Im November letzten Jahres hatten wir das Richtfest gefeiert.
A. Beck: Ja, auf jeden Fall! Wenn man bedenkt, dass die alte Kirche zuvor abgerissen werden musste und anfangs Probleme mit der Bodenbeschaffenheit festgestellt wurden, ging alles sehr zügig voran.
A. Beck: Nachdem klar war, dass die Gemeinde Bammental eine neue Kirche erhalten soll, war ich bei unserem Bürgermeister, um ihn von unserem Vorhaben zu unterrichten. Wir haben anschließend gemeinsam nach einem passenden Grundstück gesucht, aber keine freie Fläche in der benötigten Größe gefunden. Da sich auch sonst keine brauchbare Alternative bot, hat sich die Kirchenleitung entschieden, die neue Kirche an alter Stelle zu errichten.
A. Beck: Zunächst möchte ich an dieser Stelle ein großes Loblied auf die Abteilung Bau/Unterhalt und die Kirchenleitung singen. Die Zusammenarbeit war wirklich hervorragend.
Zunächst kamen Mitarbeiter kircheneigenen Abteilung Bau/Unterhalt in die Gemeinde, um ihre Ideen vorzustellen. Man hat sich dann mit den Amts- und Funktionsträgern darüber verständigt, was alles benötigt wird und welche Wünsche die Glaubensgeschwister geäußert haben.
Nachdem alle Anregungen ausgewertet wurden, kam ein Tag, den ich mein Leben lang nicht vergessen werde: Holger Karl, der Bürgermeister von Bammental, der Bezirksvorsteher des Kirchenbezirkes und ich erhielten eine Einladung in die Verwaltung der Gebietskirche in Stuttgart zur Präsentation der erarbeiteten Architektur-Modelle. Nachdem die Architekten ihre Werke vorgestellt hatten, wurde abgestimmt. Unser Bezirksvorsteher und ich waren nicht stimmberechtigt. Allerdings entschieden sich die Verantwortlichen für das Modell, für welches wir uns auch entschieden hätten. Es war ein großartiger Tag, vor allem auch in der Zusammenarbeit zwischen Kirchenverwaltung und Bürgermeister.
Danach kamen die Mitarbeiter der Abteilung Bau/Unterhalt der Kirche nochmals nach Bammental, um allen Gemeindemitgliedern ihre neue Kirche vorzustellen. Eine hervorragende Zusammenarbeit, vor allem auch wegen der Integration der gesamten Gemeinde bereits in der Planungsphase.
A. Beck: Im Zurückschauen denke ich an den ersten Gottesdienst in der Katholischen Kirche. Wir waren alle aufgeregt ob der ungewohnten Gegebenheiten. Aber wir haben uns sehr schnell eingelebt und es war eine ganz tolle Zeit. Auch die unmittelbare Nähe zu dem Pfarrer der Gemeinden, dass man sich beispielsweise nach dem Gottesdienst noch austauschen konnte, war ein fantastisches Erlebnis und hat uns menschlich und als Christen viel näher zusammengebracht.
A. Beck: Das ist sicherlich Geschmacksache, aber ich persönlich bin immer noch sehr glücklich! Am Außenbild scheiden sich die Geister, aber spätestens beim Betreten des Kirchenschiffs sind alle begeistert. Wir müssen uns sicher noch daran gewöhnen, dass die neue Kirche kleiner ist als die vorherige, dafür ist die warme Atmosphäre um so ansprechender.
A. Beck: Ich freue mich darauf, für meine Gemeinde wieder ein Zuhause zu haben. In letzter Zeit ist, bedingt durch die örtlichen Gegebenheiten, das Gemeinschaftsgefühl etwas abhanden gekommen. Dies wird sich sicher in der neuen Kirche wieder ändern.
A. Beck: (lacht) Das kann ich Ihnen leider noch nicht sagen. Wir können das gerne nochmal in einem Jahr besprechen, dann kann ich Ihnen mehr dazu sagen.
A. Beck: Bisher sind die Reaktionen eher gemischt. Allerdings waren kürzlich Mitarbeiter der Bauabteilung der Diözese Freiburg hier, um das Gebäude zu begutachten. Sie waren sehr angetan von dem neuen Gotteshaus.
A. Beck: Zuerst einmal erwartet die Geschwister bei der Einweihung eine sehr volle Kirche. Wir hoffen das alle einen Platz finden und es ein tolles Fest wird. Ab diesem Tag soll unsere neue Kirche mit der Wärme und der Geborgenheit erfüllt sein, die eigentlich „Kirche“ ausmacht. Da kann sich jeder angesprochen fühlen, nach dem Motto „Du bist die Gemeinde“, also jeder einzelne.
Fünf Tage später, am 02.12.2016, findet der Festakt zur Einweihung statt, zu dem auch alle VIP’s aus Bammental geladen sind. Außerdem haben wir alle Nachbarn und Handwerker eingeladen. Es wird Ansprachen verschiedener Personen geben, Musik und natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.
A. Beck: Die Dilsberger Kantorei ist bei uns in der Region ein bekannter und sehr guter Chor. Den Kontakt stellte unser Bezirksvorsteher Helmut Hoffmann her. Ich freue mich sehr auf dieses Konzert.
A. Beck: Sehr gerne!